Antifaschistische Bündnisdemonstration in Bückeburg

Auf einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Aufruf der Kampagne „Copy & Paste“

Same Shit – Different Year
Betrachtet man rückblickend das Jahr 2011 erscheint das Thema rechte Gewalt allgegenwärtig gewesen zu sein: Rassistische Morde in Norwegen, das Bekanntwerden der rechten Terrorzelle „NSU“, Ausschreitungen und Straftaten am Rande von unzähligen Naziaufmärschen in der gesamten Bundesrepublik. Auch in Bückeburg begann das vorherige Jahr unter bösen Vorzeichen. Haargenau ab dem Zeitpunkt der Jahreswende stieg das Ausmaß neonazistischer Aktivitäten in der Stadt mit einer bisher nicht gekannten Geschwindigkeit an.
[…]

21. Januar 2012 // 14 Uhr // Bahnhofsvorplatz Bückeburg

AAB goes Web 2.0

Seit einigen Tagen versuchen Nazis uns mehr als absurde Statements zu zuschreiben. Um dem nun zuvorzukommen, gehen wir einen einfachen und vielleicht schon früher angebrachten Schritt.

Web 2.0:

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Lasst euch nicht von Nazi-Fakes beirren. Dies sind und bleiben vorerst unsere einzigen Internet Auftritte. Wenn ihr andere Websites findet, fallt nicht auf ihren Kram rein und meldet uns den Quatsch.

Stellungnahme zum Rechtsterrorismus und der neonazistischen Szene im Landkreis Schaumburg

Von copyandpaste – Kampagne gegen Nazistrukturen in und um Bückeburg

Die Serie von Mordtaten und Anschlägen seitens der rechtsterroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) beherrscht zur Zeit bundesweit die Schlagzeilen. Trotz der Tatsache, dass tatsächlich nur zwei der Opfer im Gastronomiegewerbe tätig waren, firmieren die rassistischen Morde unter dem Namen „Döner-Morde“, eine unserer Meinung nach vollkommen unangemessene Titulierung, die die Opfer auf Grund ihrer klischeehaften Konnotation in ihrer Würde herabsetzt und die wir deshalb nicht übernehmen werden.

WEITERE INFORMATIONEN

Hausdurchsuchungen bei Bückeburger Neonazis

Von Recherche Bückeburg

Im Rahmen mehrerer Ermittlungsverfahren ist es am achten November zu Hausdurchsuchungen bei drei AnhängerInnen der Schaumburger Neonaziszene gekommen. Die betreffenden Personen sind Mitglieder der „Autonomen Nationalisten Bückeburg“, von denen seit mehr als einem Jahr Übergriffe und Anschläge im Schaumburger Land ausgehen.

Neben körperlicher Gewalt gegen alternative Jugendliche hat es in den letzten Wochen gehäuft Anschläge auf Wohnhäuser und PKW gegeben. Neben Zwillengeschossen kamen dabei Sprengkörper bisher unidentifizierten Typs zum Einsatz. Spekulationen zufolge handelt es sich dabei um in Deutschland verbotenen Böller. Klar ist jedoch, dass diese über eine enorme Sprengkraft verfügen. Am 22. September etwa sprengten Neonazis in einem Vorort Bückeburgs eine US-Mailbox samt dazugehörigen Holzpfeiler.

Die Hausdurchsuchungen wurden offenbar vor diesem Hintergrund angeordnet. Neben Sprengstoff suchten die ErmittlerInnen jedoch anscheinend auch nach weiteren Waffen, die mit Übergriffen der „Autonomen Nationalisten“ in Zusammenhang stehen. Außerdem konfisziert wurden Computer und Mobiltelefone, über die die Aktionen geplant worden sein könnten.

Laut einer aktuellen Pressemitteilung der Polizei wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt. So auch große Mengen von Illegalen Knallkörpern und eine Präzisionsschleuder mit Stahlkugeln

06. August: Nazis blockieren – in Bad Nenndorf und Bielefeld!

Im Anschluss an ihren „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf will ein Teil der Nazis auf dem Rückweg einen Aufmarsch gegen das selbstverwaltete Arbeiter_innenjugendzentrum (AJZ) in Bielefeld durchführen. Wir rufen dazu auf, am 6. August erst nach Bad Nenndorf zu fahren und sich den Nazis dort und den Weg zu stellen und dann ab 18.00 Uhr nach Bielefeld zum Bahnhofsvorplatz zu kommen, um die Nazis daran zu hindern durch Bielefeld zu marschieren. Nach getaner Arbeit lädt das AJZ zum gemeinsamen Feiern im Rahmen der „Antifa-Kneipe“ ein.

Aktuelle Informationen zu den Aktionen in Bad Nenndorf und Bielefeld gibt es beim Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen!“.

Pressemitteilung des AJZ Bielefeld vom 02.08.2011

Antifaschistische Kundgebung in Bückeburg

In der Niedersächsischen Stadt Bückeburg kommt es seit Anfang des Jahres immer wieder zu Übergriffen seitens einer organisierten Neonazigruppierung. Die „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ beteiligen sich Norddeutschlandweit an Aufmärschen und in der jüngsten Vergangenheit an konspirativen Aufmärschen im nahegelegenen Wunstorf und Hannover. Anfang der Woche war es zu erneuten Angriffen auf Antifaschist_innen gekommen. Bei einem Anschlag auf eine Wohnung wurde mit einer Stahlkugel ein Fenster zerstört. Aus diesem Grund organisierte die Kampagne „Copy and Paste – Gegen Nazistrukturen in und um Bückeburg“ am heutigen Samstag eine antifaschistische Kundgebung in der Bückeburger Innenstadt.
Insgesamt fanden sich rund 100 Antifaschist_innen zu der spontan organisierten Kundgebung zusammen. Eine überraschend große Zahl Bückeburger Bürger_innen zeigte sich solidarisch und gesellte sich zu den Demonstrierenden. Zudem vermittelten etliche Passant_innen Interesse und informierten sich am Rande der Kundgebung anhand von Flugblättern, Transparenten und Redebeiträgen über das Anliegen des Protestes.

Eine Bückeburgerin äußerte sich besorgt über die wachsende rechte Szene in der Stadt. Sie erklärte ihr Sohn sei vor einigen Tagen selbst von Neonazis bedroht worden und verlasse nun insbesondere in den Abendstunden nur noch ungern das Haus. Daher sei es notwendig die Öffentlichkeit über solche Vorgänge zu informieren. Entgegen den wiederholten Darstellungen der Polizei ist in diesem Zusammenhang zu betonen, dass in Bückeburg sehr wohl Angsträume existieren, in denen Jugendliche bedroht, gejagt und angegriffen werden. Die Kampagne „Copy and Paste“ dokumentiert diese Vorfälle auf ihrer Homepage.

In den verschiedenen Redebeiträgen informierten das Bündnis „Copy and Paste“ sowie diverse antifaschistische Gruppen des „Antifainfoportals Weser-Deister-Leine“ über rechte Aktivitäten in Bückeburg. Sowohl die erneuten rechtsmotivierten Übergriffe, als auch die Verstrickungen der „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ in das Netzwerk der regionalen Naziszene wurden thematisiert. Die „AN Bückeburg“ verfügen über ausgezeichnete Kontakte zur Hannoverschen Naziszene, mit der sie zusammen Anfang Juni einen Fackelmarsch in der Aktionsform der „Unsterblichen“ abhielten. Auch Schüler_innen aus Bückeburg und Umgebung, die sich mittlerweile in der „Schülerinitiative gegen Rechts“ zusammengeschlossen haben, schilderten in einem Beitrag die Situation, besonders an der Herder Realschule. Unter Schüler_innen der Herder Realschule hat sich ein zunehmend rechter Lifestyle etablieren können.

Im Verlaufe der Kundgebung hatten sich zwei junge Frauen, die der rechten Szene zugeordnet werden, vergeblich bemüht, die Teilnehmer_innen der Kundgebung abzufotografieren. Im Gegensatz zu einer antifaschistischen Demonstration im April ließen sich diesmal ansonsten jedoch keine Nazis blicken.

Der Pressesprecher der Kampagne „Copy and Paste“, Felix Imfeld, zieht eine positive Bilanz: „Trotz der geringen Zeit, die uns zum Bewerben der spontan geplanten Kundgebung zur Verfügung stand, konnten wir die angepeilte Teilnehmer_innenzahl von 100 Personen nahezu erreichen. Sehr gefreut hat uns der positive Zuspruch einiger Bückeburger Bürger_innen. “

Gerade in ländlichen Regionen ist es oft schwer antifaschistischen Positionen ein Gehör zu verschaffen. Da das Naziproblem in Bückeburg jedoch noch lange nicht gelöst ist, wird die Kampagne „Copy and Paste“ auch in Zukunft weiter tätig sein und sich aktiv gegen Neonazismus zur Wehr setzen.

Weitere Informationen findet Ihr auf der Website der Kampagne: http://copyandpaste.blogsport.de/

Direktlink zur Chronik: http://copyandpaste.blogsport.de/chronik/

Kundgebung gegen Nazigewalt in Bückeburg

Am Samstag, den 16. Juli 2011 wird in Bückeburg aufgrund der anhaltenden Nazigewalt und Nazistraftaten kurzfristig eine antifaschistische Kundgebung stattfinden. Der Beginn der Sommerferien hat die scheinbare Ruhe vor Übergriffen und Gewalttaten von den Neonazis aus Bückeburg durchbrochen und es ist erneut zu massiven Anschlägen gekommen.

Deshalb ist für den kommenden Samstag um 14 Uhr eine Kundgebung auf dem Bückeburger Marktplatz angemeldet.

Aktuelles zur Kundgebung sowie weitere Infos findet ihr unter:

http://copyandpaste.blogsport.de/

Pressemitteilung zur Demo am 9. April 2011


Die Demo als Auftakt der Kampagne

Stellungnahme!

Stellungnahme der Antifa Bückeburg
zur aktuellen Berichterstattung über „linke und rechte Gewalt“ in Bückeburg

Die lokale Presse und der NDR berichtet in den letzten Tagen mehrfach über „rechte und linke Gewalt“ in Bückeburg. Da wir als antifaschistische Gruppe aus Bückeburg direkt von der Berichterstattung betroffen sind und weil insgesamt ein falsches Bild der tatsächlichen Situation wiedergegeben wird, haben wir uns entschlossen, einige der getroffenen Aussagen zu kommentieren und politisch zu bewerten.

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Demonstration in Bückeburg!

Bückeburg: Demo gegen anhaltende Nazigewalt

Hetzparolen gegen Migrant_innen, den Holocaust befürwortende Schmierereien, Todesdrohungen und gewalttätige Überfälle auf Andersdenkende – seit einigen Jahren existiert eine junge und überaus aktive Neonaziszene in Bückeburg. Diese konnte sich unbeachtet von der Öffentlichkeit, seit Anfang 2008 weitgehend ungestört entwickeln. Sie erlebte besonders im vergangenen Jahr 2010 einen besorgniserregend steilen Anstieg an Gewaltbereitschaft und ist zunehmend besser organisiert.

Angefangen haben die Naziaktivitäten mit Stickern und Schmierereien, zurzeit zeichnet sich die Szene jedoch durch anhaltende Gewalttaten aus. Unter Anderem wurde mit Steinen und Zwillen die Fensterfront einer Wohnung eines vermeintlichen Linken zerstört, wobei die Bewohner in der Wohnung anwesend waren und nur durch Zufall nicht von den Stahlgeschossen verletzt worden sind.
In den letzten Monaten stachen besonders zwei sehr schwerwiegende gewaltsame Angriffe auf Antifaschisten hervor. In beiden Fällen kamen seitens der Nazis Teleskopschlagstöcke und andere Waffen zum Einsatz. Einem der verletzten Antifaschisten wurde so oft auf den Kopf eingetreten, dass dieser im Gesicht operiert werden musste, was einen längeren Klinikaufenthalt nach sich zog.
Ein weiterer Fall spielte sich mitten in der Innenstad ab: Neonazis schlugen einen Jugendlichen nieder und verletzen ihn u.a. mit Schlagringen, ohne das Passanten eingriffen.
Bückeburger Antifaschist_Innen bekamen mehrfach Morddrohungen per Post, wie bspw. einen Trauerflor und Werbung für ein Bestattungsinstitut, wo handschriftlich der Satz „Wir machen auch Hausbesuche“ unterstrichen worden ist.

Die Bückeburger Naziszene setzt sich maßgeblich aus SchülerInnen und jungen Erwachsenen unter 20 Jahren zusammen. Doch seit einiger Zeit ist diese kleine Struktur mit dem Neonazi-Netzwerk „Westfalen Nord“ verknüpft. Die Kader dieser überregional aktiven und für den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf verantwortlichen Kameradschaft, schulen und bestärken die z.T. minderjährigen Nachwuchsnazis und heizen sie zu immer gewalttätigeren Übergriffen an.
So ist der Anmelder des jährlichen „Trauermarsches“ in Bad Nenndorf, Marcus Winter, Mitinitiator der Angriffe und eine treibende Kraft, was den Versuch der jungen Nazis angeht, Bückeburg zu einer „national befreiten Zone“ zu machen.

In Bückeburg ist es inzwischen fast alltäglich, dass einzelne, von den Nazis als Linke identifizierte Jugendliche von größeren Gruppen dieser neuen Nazigeneration durch die Straßen gejagt, bedroht, mit Waffen angegriffen und verletzt werden.

Die örtliche Presse unterstützt von Polzei und Politik, spielt dieses Problem systematisch herunter. Sie behauptet, es gäbe in Bückeburg keine organisierte rechte Szene. Vielmehr sehen die Verantwortlichen das Problem darin, dass eine linke Szene existiert, was ihrer Meinung nach die Nazis erst auf den Plan rufe.
Als Konsequenz auf die immer währenden Angriffe gegen AntifaschistInnen hat sich nun in Bückeburg ein Bürgerbündnis „Gegen jeden Extremismus“ gegründet, in welchem mehrere Parteien des Ortes vertreten sind.
Dieses Zeichen ist unserer Ansicht nach ein Schlag in das Gesicht eines Jeden, der und die sich gegen die anhaltende Nazigewalt in Bückeburg stellt.

Da die Politik die Augen vor dem eigentlichen Problem – den Nazis – verschließt, ist es nun an uns, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, dass Bückeburg eine aktive, gewalttätige rechte Szene hat, die überregional vernetzt und von verurteilten Gewalttätern geschult ist.

Wir können und wollen nicht weiter zusehen, wie Tatsachen verleugnet, verfälscht oder verharmlost werden!
Die rechte Gewalt darf nicht verschwiegen werden!
Dem Naziterror in Bückeburg und anderswo entschlossen entgegentreten!!!

Demo am 09. April 2011 // 14.30 Uhr Bahnhof Bückeburg

Alle Infos: CopyandPaste-Kampange



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