Auflösung der AAB

Hiermit geben wir die Auflösung der Autonomen Antifa Bückeburg bekannt.
Leider mussten wir in der Vergangenheit feststellen, dass wir als Gruppe immer häufiger von Repressionen betroffen waren. Wir sehen uns dadurch inzwischen nicht mehr in der Lage unseren antifaschistischen Kampf als AAB in Bückeburg fortzusetzen. Wir bedauern dies sehr, da die AAB im Laufe ihres Bestehens wichtige politische Erfolge verzeichnet hat. Unserer Ansicht nach ist antifaschistische Arbeit notwendig, besonders in Bückeburg, und sollte nicht durch den Staat kriminalisiert werden. Auch wenn die AAB in der Form wie es sie bisher gab nicht mehr aktiv sein wird, ist für uns die antifaschistische Arbeit in Bückeburg unentbehrlich. Weiterhin gilt es Nazistrukturen zu bekämpfen, auf allen Ebenen mit allen Mitteln.

Bückeburg: Messerattacke von Nazis!

Brandanschlag und Messerattacke von Bückeburger Nazis verübt!

Bereits am Samstag wurden Flugblätter verteilt, um die Öffentlichkeit über diese Vorfälle in Kenntnis zu setzen.
Nun könnt ihr auch hier alle Details nachlesen:

Rechte Gewalt eskaliert

In den vergangenen Wochen kam es in Bückeburg erneut zu mehreren rechten Gewalttaten. Besonders beunruhigend ist hierbei, dass die Nazis auf immer skrupellosere Mitteln zurückgreifen.
So verübten Anhänger der Bückeburger Naziszene, an einem der vergangenen Wochenenden, einen Brandanschlag auf das Auto eines Bückeburger Bürgers. Die Ursache hierfür, war ein Aufkleber auf dem Auto, mit welchem er sich gegen rechte Gesinnungen bekannte. An dem Auto, sowie an dem nahestehenden Haus entstand erheblicher Sachschaden. Die Täter kehrten nach der Tat offensichtlich noch einmal zum Tatort zurück und hinterließen ein Graffiti, mit welchem sie das Opfer verhöhnten. Unweit davon entfernt lässt sich ebenfalls ein Graffiti auffinden, welches zum Mord an politischen Gegnern aufruft.

Doch hiermit nicht genug. In der Nacht vom 8.12 auf den 9.12 kam es zu einem weitaus gefährlicherem Übergriff. Zwei bekannte Bückeburger Neonazis betraten schwer bewaffnet das Gelände der Bückeburger Kronwerke. Einer der Nazis bedrohte einen draußen stehenden Partygast, indem er ihm ein Messer an die Kehle hielt. Der zweite stand mit einer ca. 40cm langen Eisenstange hinter ihm. Sie fragten den Partygast gezielt nach einer sich gegen Nazis engagierenden Person. Nachdem ihnen klar wurde, dass die gesuchte Person nicht vor Ort ist, begaben sie sich zurück zum Auto. Bevor sie sich von dem Gelände entfernten stachen sie einer nahestehenden Person mit einem spitzen Gegenstand, vermutlich das Messer, ins Gesicht. Hierbei wurde der Geschädigte oberhalb der Lippe getroffen. Der Gegenstand drang durch die Lippe in das Zahnfleisch ein. Größere Verletzungen blieben jedoch aus. Mensch kann von Glück reden, dass das Messer nicht in das Auge oder gar in den Hals traf, was tödliche Konsequenzen hätte nach sich ziehen können.

Besonders durch diese Angriffe wird klar, dass die Nazis in Bückeburg immer brutaler gegen Menschen die nicht in ihr Weltbild passen vorgehen und dabei nicht vor möglicherweise tödlichen Waffen absehen. Dem gilt es auch in Zukunft entschlossen entgegenzuwirken, um Bückeburgs Bürger vor weiteren rechten Gewalttaten zu schützen.

Kein Fußbreit den Faschisten !

Bückeburg: Unangemeldete Nazidemonstration und antifaschistischer Protest

Am zurückliegenden Samstagvormittag versammelte sich in Bückeburg eine größere Anzahl von Nazis. Die rund 30 Personen, aus den rechten Zusammenhängen „Westfalen Nord“, sowie den „Nationalen Sozialisten Bückeburg“, trugen ein Banner bei sich und verteilten Flugblätter mit rechten Gedankengut. Die Aktion schien längerfristig geplant gewesen zu sein, da sich neben regionalen auch überregional organisierte Aktivist_innen beteiligten. Unmittelbar zuvor war es in Hannover zu einer gleichen Aktion gekommen.

Zwar wurde die Gruppe Neonazis zwischenzeitlich von der Polizei kontrolliert, sie konnten jedoch bis ca. 12:00 Uhr weitestgehend unbehelligt die Innenstadt durchqueren und ihre Propaganda verteilen.
Nachdem lokale Antifastrukturen auf die Naziaktivitäten hingewiesen wurden, versammelten sich gegen 15:00 rund 30 Antifaschist_innen, spontan und deshalb ebenfalls unangemeldet, in der Innenstadt, um auf die rechten Umtriebe aufmerksam zu machen und gegen diese zu protestieren. Mithilfe eines Transparent und schnell gedruckten Infoblättern wurden die Innenstadtbesucher_innen über die vergangene Naziaktion aufgeklärt. Neben Ladenbesitzer_innen und Passant_innen, die die Nazis in Aktion erlebt hatten, konnten auch Uneingeweihte erreicht werden.

Eine halbe Stunde nachdem sich die antifaschistische Demonstration aufgelöst hatte, kontrollierte die Polizei einige Jugendliche, die sie den Demonstrationsteilnehmer_innen zurechnete.
Gegen 17.00 wurden dann, rund 300 Meter entfernt von der Polizeistation eine handvoll Jugendlicher von rund 30 erwachsenen Männer attackiert. Die Angreifer_innen hetzten die Jugendlichen bis in ein Lokal, in welchem eine direkte Konfrontation nur mit Hilfe des Ladenpersonals verhindert werden konnte.

Die regionale Naziszene zeigte sich in den vergangenen Wochen ungewohnt selbstbewusst. Waren ihre Anhänger_innen im zurückliegenden Jahr vor allem durch Gewalttaten aufgefallen, hatten sie es gleichzeitig vermieden öffentlich in Erscheinung zu treten. Bereits Ende März jedoch hatten Mitglieder der „Nationalen Sozialisten Bückeburg“, ebenfalls unterstützt durch „Kamerad_innen“ des Nazinetzwerkes „Westfalen Nord“, durch Verteilaktionen schon einmal direkten Kontakt zur Bevölkerung gesucht. Vergangene Propagandaaktionen waren zumeist im Schutze der Nacht als Briefwurfsendungen erfolgt.
Während die Gewalt gegen politisch Andersdenkende noch immer überdeutliche Relevanz besitzt, offenbart sich anhand derartiger Aktionen ein politischer Wille jener Neonazis, der deutlich über ihr angebliches jugendliches Bandenwesen hinausweist.

Autonome Antifa Bückeburg, 15. April 2012

Vortrag: Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie

Ware, Wert, abstrakte Arbeit? Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie

Im Kontext der aktuellen Krise wird wieder vermehrt Kritik am Kapitalismus artikuliert. Dabei dominieren aber meist ein diffuses Verständnis der kapitalistischen Verhältnisse sowie Ressentiments gegen Banken, Management und „die da oben“. Doch Empörung und Unzufriedenheit allein haben die gesellschaftlichen Verhältnisse noch nie zum Besseren verändert. Voraussetzung für gesellschaftliche Emanzipation ist daher stets eine kritische Analyse der ökonomischen und politischen Verhältnisse, ansonsten führen die kommenden Aufstände eher zu Regression und Barbarei. Die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie wurde zwar bereits im 19. Jahrhundert veröffentlicht, bietet aber nach wie vor eine der profundesten Analysen des Kapitalismus. Mit der Veranstaltung möchte daher in die zentralen Begriffe und Thesen von Marx eingeführt werden. Dabei sollen unter anderem folgenden Fragen diskutiert werden: Was unterscheidet den Kapitalismus von früheren gesellschaftlichen Verhältnissen? Was versteht Marx unter Ware, Wert, Geld und Kapital? Welche Bedeutung haben die Begriffe Fetischismus, Klasse und Staat bei Marx?

Oliver Barth ist Soziologe und promoviert an der Universität Hannover zu Islamic Banking. Moritz Zeiler ist Historiker und Politikwissenschaftler sowie Mitarbeiter des Regionalbüros der Rosa Luxemburg Initiative Bremen. Beide teamen einen Marxlektürekurs in Bremen und sind Mitglieder von associazione delle talpe.

Veranstalter_innen:
in Kooperation von Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen & Antifa Infoportal Weser / Deister / Leine

Donnerstag, 23. Februar, 19:00Uhr – Wohnwelt Wunstorf

Antifaschistische Bündnisdemonstration in Bückeburg

Auf einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Aufruf der Kampagne „Copy & Paste“

Same Shit – Different Year
Betrachtet man rückblickend das Jahr 2011 erscheint das Thema rechte Gewalt allgegenwärtig gewesen zu sein: Rassistische Morde in Norwegen, das Bekanntwerden der rechten Terrorzelle „NSU“, Ausschreitungen und Straftaten am Rande von unzähligen Naziaufmärschen in der gesamten Bundesrepublik. Auch in Bückeburg begann das vorherige Jahr unter bösen Vorzeichen. Haargenau ab dem Zeitpunkt der Jahreswende stieg das Ausmaß neonazistischer Aktivitäten in der Stadt mit einer bisher nicht gekannten Geschwindigkeit an.
[…]

21. Januar 2012 // 14 Uhr // Bahnhofsvorplatz Bückeburg

AAB goes Web 2.0

Seit einigen Tagen versuchen Nazis uns mehr als absurde Statements zu zuschreiben. Um dem nun zuvorzukommen, gehen wir einen einfachen und vielleicht schon früher angebrachten Schritt.

Web 2.0:

Facebook

Ask.fm

Lasst euch nicht von Nazi-Fakes beirren. Dies sind und bleiben vorerst unsere einzigen Internet Auftritte. Wenn ihr andere Websites findet, fallt nicht auf ihren Kram rein und meldet uns den Quatsch.

Stellungnahme zum Rechtsterrorismus und der neonazistischen Szene im Landkreis Schaumburg

Von copyandpaste – Kampagne gegen Nazistrukturen in und um Bückeburg

Die Serie von Mordtaten und Anschlägen seitens der rechtsterroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) beherrscht zur Zeit bundesweit die Schlagzeilen. Trotz der Tatsache, dass tatsächlich nur zwei der Opfer im Gastronomiegewerbe tätig waren, firmieren die rassistischen Morde unter dem Namen „Döner-Morde“, eine unserer Meinung nach vollkommen unangemessene Titulierung, die die Opfer auf Grund ihrer klischeehaften Konnotation in ihrer Würde herabsetzt und die wir deshalb nicht übernehmen werden.

WEITERE INFORMATIONEN

Hausdurchsuchungen bei Bückeburger Neonazis

Von Recherche Bückeburg

Im Rahmen mehrerer Ermittlungsverfahren ist es am achten November zu Hausdurchsuchungen bei drei AnhängerInnen der Schaumburger Neonaziszene gekommen. Die betreffenden Personen sind Mitglieder der „Autonomen Nationalisten Bückeburg“, von denen seit mehr als einem Jahr Übergriffe und Anschläge im Schaumburger Land ausgehen.

Neben körperlicher Gewalt gegen alternative Jugendliche hat es in den letzten Wochen gehäuft Anschläge auf Wohnhäuser und PKW gegeben. Neben Zwillengeschossen kamen dabei Sprengkörper bisher unidentifizierten Typs zum Einsatz. Spekulationen zufolge handelt es sich dabei um in Deutschland verbotenen Böller. Klar ist jedoch, dass diese über eine enorme Sprengkraft verfügen. Am 22. September etwa sprengten Neonazis in einem Vorort Bückeburgs eine US-Mailbox samt dazugehörigen Holzpfeiler.

Die Hausdurchsuchungen wurden offenbar vor diesem Hintergrund angeordnet. Neben Sprengstoff suchten die ErmittlerInnen jedoch anscheinend auch nach weiteren Waffen, die mit Übergriffen der „Autonomen Nationalisten“ in Zusammenhang stehen. Außerdem konfisziert wurden Computer und Mobiltelefone, über die die Aktionen geplant worden sein könnten.

Laut einer aktuellen Pressemitteilung der Polizei wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt. So auch große Mengen von Illegalen Knallkörpern und eine Präzisionsschleuder mit Stahlkugeln

06. August: Nazis blockieren – in Bad Nenndorf und Bielefeld!

Im Anschluss an ihren „Trauermarsch“ in Bad Nenndorf will ein Teil der Nazis auf dem Rückweg einen Aufmarsch gegen das selbstverwaltete Arbeiter_innenjugendzentrum (AJZ) in Bielefeld durchführen. Wir rufen dazu auf, am 6. August erst nach Bad Nenndorf zu fahren und sich den Nazis dort und den Weg zu stellen und dann ab 18.00 Uhr nach Bielefeld zum Bahnhofsvorplatz zu kommen, um die Nazis daran zu hindern durch Bielefeld zu marschieren. Nach getaner Arbeit lädt das AJZ zum gemeinsamen Feiern im Rahmen der „Antifa-Kneipe“ ein.

Aktuelle Informationen zu den Aktionen in Bad Nenndorf und Bielefeld gibt es beim Bündnis „NS-Verherrlichung stoppen!“.

Pressemitteilung des AJZ Bielefeld vom 02.08.2011

Antifaschistische Kundgebung in Bückeburg

In der Niedersächsischen Stadt Bückeburg kommt es seit Anfang des Jahres immer wieder zu Übergriffen seitens einer organisierten Neonazigruppierung. Die „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ beteiligen sich Norddeutschlandweit an Aufmärschen und in der jüngsten Vergangenheit an konspirativen Aufmärschen im nahegelegenen Wunstorf und Hannover. Anfang der Woche war es zu erneuten Angriffen auf Antifaschist_innen gekommen. Bei einem Anschlag auf eine Wohnung wurde mit einer Stahlkugel ein Fenster zerstört. Aus diesem Grund organisierte die Kampagne „Copy and Paste – Gegen Nazistrukturen in und um Bückeburg“ am heutigen Samstag eine antifaschistische Kundgebung in der Bückeburger Innenstadt.
Insgesamt fanden sich rund 100 Antifaschist_innen zu der spontan organisierten Kundgebung zusammen. Eine überraschend große Zahl Bückeburger Bürger_innen zeigte sich solidarisch und gesellte sich zu den Demonstrierenden. Zudem vermittelten etliche Passant_innen Interesse und informierten sich am Rande der Kundgebung anhand von Flugblättern, Transparenten und Redebeiträgen über das Anliegen des Protestes.

Eine Bückeburgerin äußerte sich besorgt über die wachsende rechte Szene in der Stadt. Sie erklärte ihr Sohn sei vor einigen Tagen selbst von Neonazis bedroht worden und verlasse nun insbesondere in den Abendstunden nur noch ungern das Haus. Daher sei es notwendig die Öffentlichkeit über solche Vorgänge zu informieren. Entgegen den wiederholten Darstellungen der Polizei ist in diesem Zusammenhang zu betonen, dass in Bückeburg sehr wohl Angsträume existieren, in denen Jugendliche bedroht, gejagt und angegriffen werden. Die Kampagne „Copy and Paste“ dokumentiert diese Vorfälle auf ihrer Homepage.

In den verschiedenen Redebeiträgen informierten das Bündnis „Copy and Paste“ sowie diverse antifaschistische Gruppen des „Antifainfoportals Weser-Deister-Leine“ über rechte Aktivitäten in Bückeburg. Sowohl die erneuten rechtsmotivierten Übergriffe, als auch die Verstrickungen der „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ in das Netzwerk der regionalen Naziszene wurden thematisiert. Die „AN Bückeburg“ verfügen über ausgezeichnete Kontakte zur Hannoverschen Naziszene, mit der sie zusammen Anfang Juni einen Fackelmarsch in der Aktionsform der „Unsterblichen“ abhielten. Auch Schüler_innen aus Bückeburg und Umgebung, die sich mittlerweile in der „Schülerinitiative gegen Rechts“ zusammengeschlossen haben, schilderten in einem Beitrag die Situation, besonders an der Herder Realschule. Unter Schüler_innen der Herder Realschule hat sich ein zunehmend rechter Lifestyle etablieren können.

Im Verlaufe der Kundgebung hatten sich zwei junge Frauen, die der rechten Szene zugeordnet werden, vergeblich bemüht, die Teilnehmer_innen der Kundgebung abzufotografieren. Im Gegensatz zu einer antifaschistischen Demonstration im April ließen sich diesmal ansonsten jedoch keine Nazis blicken.

Der Pressesprecher der Kampagne „Copy and Paste“, Felix Imfeld, zieht eine positive Bilanz: „Trotz der geringen Zeit, die uns zum Bewerben der spontan geplanten Kundgebung zur Verfügung stand, konnten wir die angepeilte Teilnehmer_innenzahl von 100 Personen nahezu erreichen. Sehr gefreut hat uns der positive Zuspruch einiger Bückeburger Bürger_innen. “

Gerade in ländlichen Regionen ist es oft schwer antifaschistischen Positionen ein Gehör zu verschaffen. Da das Naziproblem in Bückeburg jedoch noch lange nicht gelöst ist, wird die Kampagne „Copy and Paste“ auch in Zukunft weiter tätig sein und sich aktiv gegen Neonazismus zur Wehr setzen.

Weitere Informationen findet Ihr auf der Website der Kampagne: http://copyandpaste.blogsport.de/

Direktlink zur Chronik: http://copyandpaste.blogsport.de/chronik/



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